Gestartet vor gut zwei Jahren, schickte sich Microsoft an, den Markt zu revolutionieren. Dies vor allem deshalb, da es „den“ Markt für das Surface Hub – zumindest bis zu diesem Zeitpunkt – gar nicht gab. Es gab konkrete Nachfrage, allerdings kein adäquates Angebot. Dessen ungeachtet: Angesichts der Kombination aus Hardware, Software, Apps und Diensten, die das Gerät in sich vereint, lässt sich eher von „den Märkten“ sprechen, die das Produkt anspricht. Denn es dient als multimediale Konferenzlösung, die die produktive und kreativitätsfördernde Zusammenarbeit von Menschen in Gruppen fördert und die über traditionelle Konferenzraum-Szenarien hinausgeht.

Der Unterschied zwischen gemeinsamen Präsentieren und dem gemeinsamen Arbeiten.

Durch die Verknüpfung von mannigfachen Datenquellen und einem Präsentationslayer lassen sich Daten und Informationen am Surface Hub visualisieren, bearbeiten und manipulieren. Darüber hinaus lassen sich zahlreiche Apps und Service integrativ mit dem Gerät verwenden. Dies auch deshalb, da es sich wie ein herkömmlicher Windows-10-PC in die IT-Infrastruktur der Organisation einbinden lässt. Im Surface Hub manifestiert sich demnach eine deutlich spürbare Differenzierung zwischen lediglich einem gemeinsamen Präsentieren und der Steigerungsform, dem gemeinsamen Arbeiten. In Echtzeit, cloudbasiert und in einer hybriden Form aus Produkt und Service.

Surface Hub nach dem Creators Update

Vor allem mit dem nunmehr erfolgten Creators Update vollzieht das Surface Hub indes den nächsten Schritt seiner Evolution und baut diese multiplen Verwendungsmöglichkeiten aus. Zusammengefasst: Damit werden Produktivitätsgrade und Freiheitsgrade der Collaboration auf ein neues Level gehoben, die in Kombination mit augenblicklich verfügbaren Diensten – besonders 3rd-Party – die Einsatzmöglichkeiten im Unternehmenseinsatz zusätzlich optimieren.

So ermöglicht das Update beispielsweise jetzt, dass sich Office 365-Anwender per Touch anmelden und Zugriff auf persönliche Dateien erhalten können. Auf diese Weise navigieren sie zwischen eigenen Office 365 Apps, haben ebenso einen Einblick in kommende Termine und erhalten einen schnellen Zugriff auf individuelle OneDrive-Inhalte wie Dokumente, Präsentationen oder Bilder. In eine ähnliche Richtung zielen etwa die Verbesserungen von Skype, absoluter Kernbestandteil des Hub-Konzeptes. Die Bedienung ist intuitiver gestaltet, Skype-Anrufe kann der Nutzer schneller und leichter realisieren und Inhalte sind einfacher teilbar. All das zielt auf eine weitere Verbesserung der Produktivität.
Services bringen Mehrwert

Eine Steigerung dieses Mehrwerts erfährt das Surface Hub außerdem durch die Integration an Services wie etwa den SAP Digital Boardroom, ein Führungs- und Aufsichtsrats-Dashboard, das auf SAP Cloud for Analytics basiert und auch Microsoft Surface Hub unterstützt. Auch dieses Tool betont den Nutzen des Surface Hub hinsichtlich der Ebene des kollaborativen Arbeitens.

Der SAP Digital Boardroom setzt auf die SAP Analytics Cloud und nutzt die Geschäftsbereichsdaten aus SAP S/4HANA als zentrale, unternehmensweit verbindliche Datenquelle. Im Ergebnis kommt es eben nicht mehr zu Präsentationen statischer Inhalte, sondern zu interaktiven Diskussionen, deren Argumente auf Echtzeitfakten beruhen. In Kombination mit dem Surface Hub können Anwender so über eine statische Datenebene hinaus effizient kollaborieren.

In der Praxis angekommen

In der Praxis findet diese multiple Konzept bereits in einigen Organisationen Anwendung. Wie etwa beim Baufinanzierer Interhyp. Um schneller Lösungen für sein Portal „eHyp“ entwickeln zu können, hat das Unternehmen einen agilen Campus aufgebaut. Die neue Arbeitsweise erfordert indes eine Technik, die einen engen und spontanen Austausch ermöglicht; deshalb hat man dort unter anderem mittlerweile 16 Surface Hub im Einsatz. In diesem interdisziplinären Campus arbeiten Mitarbeiter aus IT, der Data-&-Analytics-Abteilung, aus dem Business Development sowie aus Teilen der Marketing Abteilung in einer übergeordneten Business-Einheit zusammen. Das Ziel ist es, derart rasch neue Funktionen der zentralen Baufinanzierungsplattform eHyp entwickeln zu können. Interhyp möchte so erreichen, dass alle relevanten Fachabteilungen von Beginn an in den Entwicklungsprozessen beteiligt sind. Für eine bessere Ergebnis-Qualität und die Reduktion langer Verbesserungsschleifen.

Besonders wichtig ist außerdem, dass die Forcierung der kollaborativen Elemente des Surface Hub einhergehen mit dem Ausbau von Sicherheits-Funktionalitäten. So unterstützt das Surface Hub nunmehr auch Secure Boot (ab UEFI Spezifikationen Version 2.3.1), ebenso virtualisierungsbasierte Sicherheit und Codeintegritätsrichtlinien und beispielsweise Trusted Platform Module. Darüber hinaus sind zahlreiche weitere, sinnvolle Sicherheits-Features integriert: Windows Defender, Bitlocker, AppLocker, also der Steuerung, welche Anwendungen und Dateien Benutzer ausführen können, sind selbstredend.

Aufwertung durch Servicegedanke von Windows 10

Mit dem Creators Update hievt Microsoft das Surface Hub auf neue Ebenen in Produktivität und Collaboration. Hier steht explizit das gemeinsame Arbeiten im Vordergrund, im Sinne von agilen Teams, die ohne Medienbrüche mit adäquater IT-Sicherheit und mit unterschiedlichsten Apps und Services interagieren wollen. Für den Einsatz im Unternehmen sprechen außerdem neue Servicepläne, die vor allem die großflächige Ablösung von althergebrachter Präsentations-Technologie unterstützen können.