Eine Stärke und ein entscheidender Faktor von Surface Hub ist Windows 10. Denn mit diesem Betriebssystem kann das Gerät nicht nur wie ein PC gemanagt und in die IT-Infrastruktur des Unternehmens integriert werden, sondern es können auch zahlreiche Applikationen, die von anderen Windows-10-Geräten bekannt sind, ausgeführt werden.

Microsoft hat Windows 10 als Servicemodell gestaltet. Das bedeutet, dass durch Updates der Funktionsumfang (automatisch) erweitert und im besten Fall auch verbessert wird. Im Kontext von Surface Hub bedeutet Windows 10 eine permanente Weiterentwicklung und somit regelmäßig zahlreiche Neuerungen und Funktionen. Die Intelligenz von Surface Hub kommt also aus der Cloud und der stetigen Weiterentwicklung des zugrunde liegenden Betriebssystems; die Hardware ist der Möglichmacher. Durch dieses Konstrukt sind langfristige bedarfsgerechte Nutzungsszenarien möglich.

 

Das letzte große Update von Windows 10, das sogenannte „Creators Update“ bietet auch für Surface-Hub-Anwender zahlreiche Neuerungen, die nicht nur für die Teamarbeit, sondern auch für weitere Anwendungsszenarien und insbesondere für das Management der Geräte einen zusätzlichen Nutzen bringen: Ein neuer „Startbildschirm“ ermöglicht eine direkte Anmeldung mit dem individuellen Office-365-Account via Single Sign-on. Hierdurch ist ein verbesserter unmittelbarer Zugriff auf die eigenen Office-365-Anwendungen sowie die eigenen OneDrive-Inhalte möglich. Damit wird Surface Hub quasi zum individuellen Device: Angemeldete Nutzer navigieren zwischen bzw. zu ihren eigenen Daten, haben somit alle benötigten Inhalte einfach zur Hand. Der Clou: Durch die Abmeldung „verschwinden“ alle Inhalte vom Hub. Sicherheit und Schutz sind gewährleistet. In anderen Worten: Anwender erhalten die Möglichkeit, individuelle bzw. persönliche Inhalte auf dem Surface Hub zu nutzen und das System so zu konfigurieren, dass alle Daten am Ende einer Session standardmäßig gelöscht werden.

Das Creators Update bringt auch eine neue Whiteboard App: Anwender arbeiten nun nicht mehr nur mittels Stifteingabe auf einem digitalen Whiteboard an einem Surface Hub. Vielmehr wird die Zusammenarbeit auf dem Whiteboard in Echtzeit über mehrere verschiedene Surface Hub Devices ermöglicht.  Hierdurch eröffnen sich zusätzliche Möglichkeiten der Zusammenarbeit, insbesondere dann, wenn auch noch weitere Devices, exemplarisch Notebooks, in den Prozess eingebunden werden.

In Sachen Verwaltung und Sicherheit bietet das Creators Update für Surface Hub die Option, eine BitLocker-Verschlüsselung für USB-Ports einzurichten, um das Gerät vor Malware und weiteren Sicherheitsbedrohungen zu schützen. Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung sowie zusätzliche Features im Bereich des Mobile Device Management (MDM) runden die neuen Funktionen ab.

Kurzum: Das Creators Update sorgt wie die meisten Windows-Updates durch Anpassungen und Erweiterungen bei der Leistung und Sicherheit dafür, dass der Nutzen für das Unternehmen und den einzelnen Anwender verbessert wird. Sollen diese Funktionen auch genutzt werden, gilt es, die Anwender zu schulen und umfassend zu informieren. Eine permanente Erweiterung der Möglichkeiten bedingt, dass diese auch aktiv nutzbar gemacht werden müssen.